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Teilen lernen – Ein wichtiger Schritt in der kindlichen Entwicklung

October 5, 2023

Teilen lernen – Ein wichtiger Schritt in der kindlichen Entwicklung

Teilen ist eine der zentralen sozialen Fähigkeiten, die Kinder im Laufe ihrer Entwicklung erlernen. Für Erwachsene mag es selbstverständlich erscheinen, Spielzeug, Zeit oder Aufmerksamkeit mit anderen zu teilen – doch für Kinder ist es oft ein langer Lernprozess.

Als Kita Kleine Sterne in Hamburg Rahlstedt und Farmsen-Berne erleben wir täglich, wie Kinder diese Fähigkeit üben. Mit Geduld, klaren Regeln und liebevoller Begleitung können Eltern ihre Kinder unterstützen, das Teilen nicht als Verlust, sondern als Bereicherung zu erleben.

Warum Teilen Kindern schwerfällt

Kinder entwickeln sich in Phasen, und das Verständnis für Gemeinschaft wächst erst nach und nach:

  • Kleinkinder (1–3 Jahre): In dieser Phase dominiert das „Ich“. Spielzeug wird als persönliche Verlängerung empfunden – das Abgeben ist kaum möglich.
  • Vorschulkinder (3–5 Jahre): Erste Erfahrungen mit Gruppen und Freundschaften fördern das Teilen. Kinder beginnen, andere Perspektiven zu verstehen, tun sich aber oft noch schwer.
  • Schulkinder (ab 6 Jahren): Mit wachsender Empathie und Fairnessgefühl verstehen Kinder, dass Teilen Gemeinschaft stärkt.

💡 Wichtig: Wenn ein Kind nicht sofort teilt, ist das kein Zeichen von Egoismus, sondern ein normaler Entwicklungsschritt.

Strategien, um Teilen im Alltag zu fördern

1. Vorbildfunktion der Eltern

Kinder ahmen nach. Wenn Eltern bewusst teilen – z. B. Essen, Dinge oder Zeit – setzen sie ein starkes Signal. Ein Satz wie „Hier, wir teilen uns das letzte Stück Kuchen“ wirkt nachhaltiger als jede Theorie.

2. Rituale im Familienalltag

  • Gemeinsame Obstschale am Abend.
  • Teilen von Spielsachen bei Geschwisteraktivitäten.
  • Abwechseln bei Brett- oder Kartenspielen.

Rituale geben Kindern Struktur und machen Teilen selbstverständlich.

3. Positive Verstärkung

Kinder brauchen Bestätigung. Eltern sollten bewusst loben: „Ich finde es toll, dass du dein Spielzeug mit deiner Schwester geteilt hast.“

4. Kleinschrittige Einführung

Anfangs reicht es, wenn ein Kind sein Lieblingsauto für eine Minute abgibt. Nach und nach steigt die Bereitschaft, Dinge länger zu teilen.

5. Gefühle ernst nehmen

„Ich verstehe, dass dir dein Teddy wichtig ist. Du musst ihn nicht teilen, aber vielleicht magst du die Bausteine mit deinem Freund teilen.“ So lernen Kinder, zwischen besonderen und alltäglichen Dingen zu unterscheiden.

Spielen als Lernfeld – Kita und Zuhause

In unserer Kita Kleine Sterne sehen wir, dass Kinder beim Spielen ganz automatisch soziale Fähigkeiten entwickeln:

  • Rollenspiele: Hier lernen sie, verschiedene Rollen zu übernehmen und sich in andere hineinzuversetzen.
  • Bau- und Gemeinschaftsspiele: Kinder teilen Materialien, planen gemeinsam und erreichen Ziele zusammen.
  • Mahlzeiten: Essen in der Gruppe fördert das Teilen ganz praktisch – ein Stück Brot hier, ein Apfel dort.

Eltern können dies zu Hause fortführen: Bastelrunden, Kochabende oder gemeinsame Ausflüge sind ideale Übungsfelder.

Tipps für schwierige Situationen

  • Nicht zwingen: Teilen darf keine Strafe sein. Zwang erzeugt Widerstand.
  • Besondere Dinge schützen: Jedes Kind sollte einige Gegenstände haben, die nicht geteilt werden müssen. Das schafft Vertrauen.
  • Geduld bewahren: Manche Kinder brauchen länger. Regelmäßige kleine Schritte sind effektiver als Druck.
  • Konflikte begleiten: Statt sofort einzugreifen, können Eltern moderieren: „Wie können wir das Spielzeug so nutzen, dass ihr beide Freude habt?“

Langfristige Vorteile des Teilens

Kinder, die teilen lernen, profitieren ihr Leben lang:

  • Stärkere Freundschaften: Teilen schafft Vertrauen und Nähe.
  • Empathie und Rücksichtnahme: Kinder lernen, Gefühle anderer wahrzunehmen.
  • Soziale Kompetenz: Teilen ist eine Grundvoraussetzung für Teamfähigkeit – in Kita, Schule und später im Beruf.
  • Innere Zufriedenheit: Viele Kinder erleben Glück, wenn sie anderen etwas geben können.

Lokale Tipps für Hamburg

In Hamburg Rahlstedt und Farmsen-Berne gibt es viele Möglichkeiten, das Teilen zu üben:

  • Bücherhallen Hamburg: Kinder lernen beim gemeinsamen Ausleihen, dass Bücher allen zur Verfügung stehen.
  • Spielplätze & Parks: Materialien wie Sandspielzeug oder Bälle werden oft spontan geteilt.
  • Familiencafés: Hier entstehen soziale Kontakte, die das Teilen im Alltag spielerisch fördern.

Fazit – Teilen als Schlüssel zu Empathie und Gemeinschaft

Teilen ist ein Prozess, der Geduld und Begleitung braucht. Mit Vorbildern, Ritualen und positiven Erfahrungen lernen Kinder, dass Geben genauso schön sein kann wie Bekommen.

👉 In der Kita Kleine Sterne in Hamburg Rahlstedt und Farmsen-Berne fördern wir diese Werte jeden Tag – damit Kinder nicht nur spielen, sondern auch Gemeinschaft leben.

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